Neuwied

Die Stadt Neuwied wurde gegründet von Graf Friedrich III., einem Vorfahren der heutigen Fürstenfamilie zu Wied, die auch heute noch im fürstlichen Schloss ihren Wohnsitz hat. Neuwied  war immer wieder in seiner Geschichte Zufluchtsstätte für andernorts verfolgte Glaubensrichtungen. Dass mit den Verfolgten auch viele Handwerker nach Neuwied kamen, trug entscheidend zu einem raschen Aufschwung bei. Zu den Neubürgern gehörten unter anderem Mennoniten und Herrnhuter. Die barocke Kirche der Mennoniten und die Herrnhuter Häuser zählen zu den architektonisch reizvollsten Gebäuden der Innenstadt. 

Das für eine Stadt dieser Größe sehr rege kulturelle Leben spielt sich oftmals vor geschichtlich bedeutsamen Kulissen ab - etwa in Schloss Engers, in der ehemaligen Abtei Rommersdorf, im Schlosstheater oder in der städtischen Galerie Mennonitenkirche. Die großzügige Fußgängerzone lockt täglich Kunden aus der gesamten Region. Das Rheinufer, das Tal der Wied, der Zoo als eines der landesweit beliebtesten Ausflugsziele und die ausgedehnten Grün- und Waldflächen, die das Tor zum Naturpark Rhein-Westerwald bilden, sind eine Einladung für Erholungssuchende.  Sportbegeisterte finden ein breites Angebot an Anlagen, Plätze und Hallen unter anderem eine Eishalle, eine 18-Loch-Golfanlage, einen Yachthafen, das Freizeitbad Deichwelle und das Landesleistungszentrum für Reitsport. Neuwied wird auch die „Deichstadt“ genannt. Immer wieder wurde in der Vergangenheit die Stadt von großen Rheinhochwassern heimgesucht, bis das Zentrum durch eine Deichmauer geschützt wurde, die in Größe und Gestaltung eine echte Sehenswürdigkeit ist.